00:00:00: der Podcast von Studierenden für Studierende.
00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast!
00:00:11: Ich bin Sonja, euer Host für heute...
00:00:14: ...und ich bin der Tobi, Euer Co-Haus.
00:00:16: Ja und gemeinsam sind wir
00:00:18: Teil der Brausebande.
00:00:21: Heute sprechen wir über ein Thema das viele Studierender beschäftigt – den Weg vom Studium ins Beruf leben….
00:00:28: …und alles was damit zusammenhängt.
00:00:31: Es geht um Fragen, wie fühlt sich der einstiegenden Job wirklich an?
00:00:35: Wie geht man mit dem Leistungsdruck und Stress um.
00:00:38: Und welche Chancen ergeben es sich eigentlich nach dem Studium?
00:00:42: Dafür haben wir uns heute auch einen spannenden Gast eingeladen, die auch schon bei uns im Studio hier sitzt!
00:00:49: Sie ist nicht nur Fashion-Eikern, Wellnessprofi und leidenschaftliche Schwimmerin sondern vor allem sie ist eine Frau mit einem super spannenden Werdegang.
00:00:59: Herzlich willkommen Anja Ebertz.
00:01:01: Wir freuen uns, dass Sie heute bei uns zu Gast sind.
00:01:04: Ich freue mich auch.
00:01:05: Herzlichen Dank für die Einladung!
00:01:08: Gerne.
00:01:08: Bevor wir jetzt direkt ins Thema vom Studium in den Beruf sprechen würde ich sie bitten und in eine Minute kurz zu erzählen was sie überhaupt studiert haben und wie sie zu diesem Studium gekommen sind?
00:01:28: höhere Töchterstudium, obwohl ich gar keine höhere Tochter war.
00:01:33: Und ich bin nicht freiwillig zum Studieren gegangen, sondern mein damaliger Freund hat mich ein bisschen manipuliert.
00:01:41: Der hatte sich für einen Studium beworben der Soziologie an meiner Universität und wir waren da schon vier Jahre zusammen und er meinte denn zu mir, er könnte sich nicht vorstellen dass er wenn er selber studiert eine Freundin hat die nicht auch studiert.
00:01:59: ja und schwuppe die Wupp habe ich angefangen zu studieren mit ihm Und es ist auf jeden Fall eine sehr produktive Zeit gewesen.
00:02:05: Okay,
00:02:06: super!
00:02:07: Also war alles eher spontan und nicht geplant?
00:02:11: Kann man so sagen?
00:02:12: So kann man meinen ganzen Werdekang beschreiben ja.
00:02:15: Umso
00:02:15: spannender...
00:02:16: Ja also wenn Sie an Ihre Anfangszeit zurückdenken was war die größte Herausforderung?
00:02:23: Sie mein Anfangs-Zeit-Einstieg in den Beruf.
00:02:28: Also vielleicht muss ich ganz kurz dazu sagen, ich gehöre ja zu den Babyboomern und die allergrößte Herausforderung für den beruflichen Werdegang war eigentlich immer das es so viele von uns gab.
00:02:40: Das wird Ihnen jeder bestätigen.
00:02:42: wir waren immer zu viele und zwar neben sehr sehr vielen Stellen deshalb schnell besetzt weil es immer viel Auswahl gab und es war halt sehr anstrengend sich zu bewerben.
00:02:53: Ich habe ja Abitur gemacht, dann habe ich auch Herrmädchen gemacht.
00:02:58: Das ist so eine klassische Karriere gewesen damals nach dem Abiturt und hab dann versucht eine Lehrstelle zu bekommen und dafür musste ich drei hundert Bewerbungen schreiben.
00:03:11: Also von daher ist das auf jeden Fall sehr schwierig gewesen Und als ich die Lehrsteller hatte und wie gesagt.
00:03:18: da war ich dann drei Jahre Ausbildung zur Spilationskaufrau und ein Jahr gearbeitet.
00:03:23: Dann habe ich heute angefangen zum Studieren.
00:03:26: Da war es aber auch so, ich hab mir mit Kunstgeschichte einen Studiengang ausgesucht der vollkommen überfüllt war.
00:03:32: kein Numerus Klausus zumindest an den Universitäten an denen ich war und das waren halt wirklich in den Regenvorlesungen waren sechshundert junge Menschen die halt alle irgendwie im Kunst- und Kulturbetrieb arbeiten wollen obwohl es nur dort immer schon sehr begrenzt Stellen gab.
00:03:51: Ja, das mit den Bewerbungen schaut heutzutage eigentlich eh gleich aus.
00:03:56: Also man bewirbt sich und bewirbelt sich und kriegt eigentlich sehr schwierige einen Job.
00:04:02: Bei uns funktioniert es ja viel über freundliche Wirtschaft und nimmt immer über so klassische Bewerbingen.
00:04:09: Ohne Connections kommt man nicht zu weit mehr.
00:04:14: Dann kommen wir gleich zur nächsten Frage.
00:04:19: Wie sind Sie dann im Marketingbereich gekommen?
00:04:23: Oder wollen Sie uns da auch noch kurz was dazu erzählen?
00:04:26: Ja, auf jeden Fall sehr gerne.
00:04:28: Also ich habe ja Kunstgeschichte dann auch tatsächlich abgeschlossen.
00:04:31: Mein Studium und wie ich schon gesagt habe gab es ja immer sehr viele Bewerber für diesen überhaupt im Kulturbereich Und ich hatte das Glück dass ich mehrere Museen quasi in mehreren Museen Werkverträge bekommen hab und dort gearbeitet habe und ich aber dann feststellen musste Dass mir die Umgebung eigentlich gar nicht so gut gefällt.
00:04:53: also Ich liebe Kunst Aber ich liebe nicht unbedingt die Menschen, die halt mit Kunst ihr Geld verdienen.
00:04:59: Weil es ist schon eine sehr arrogante Umgangsweise auch mit Werkverträglern gewesen Und ich konnte mir zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen, dass ich halt mein Leben lang so in diesem doch etwas versnoppten Umgebung arbeiten möchte.
00:05:16: Und dann habe ich eben das Glück gehabt, dass sich eine einjährige Ausbildung zur Perberaterin machen konnte im Heidelberg damals und da bin ich dann schon mitten in der Ausbildung quasi abgeworben worden.
00:05:30: Nein, ich hab die Ausbildung zum Ende gemacht aber ich hatte dann quasi schon mit Ende der Ausbildungen einfetzt Job und das war bei Hillenolten in Frankfurt.
00:05:38: Und das war mein Einstieg ins Marketing
00:05:40: sozusagen.".
00:05:41: Okay, danke sehr!
00:05:44: Also wie würden Sie sagen?
00:05:46: Wie stark unterscheidet sich da der Leistungsdruck vom Studium im Vergleich zum Berufsleben?
00:05:55: Das war eine sehr, sehr spannende Frage.
00:05:59: Also ich denke mal zu meiner Zeit war im Studium mir noch ein bisschen anders strukturiert als es heutzutage ist.
00:06:04: das heißt jeder konnte so viel oder so wenig studieren wie er wollte und solange wir halt das Geld zur Verfügung stand Ich habe ja mein Studium von Anfang bis zum Ende selbst finanziert deshalb hat es auch etwas länger gedauert aber es war normal.
00:06:18: also es war vollkommen normal.
00:06:21: Druck kam sozusagen maximal von einem selbst im Studium und ich muss sagen, ich war immer schon sehr ärgerlich.
00:06:28: Deshalb habe ich halt auch mein Studium als ich wollte unbedingt mit sehr guten Noten abschließen was mir natürlich auch gelungen ist.
00:06:35: aber auf jeden Fall war das halt der wichtigste war auch damals so ein bisschen In der Kunstgeschichte konnte man auch nur mit einer Eins weiterkommen werben und unter einer Eins, wer überhaupt kein Weit auf kommen angedacht gewesen hätte.
00:06:50: Niemand hätte sich die Bewerbung angeschaut.
00:06:52: das war so ein bisschen von oben herab alles.
00:06:56: Ja, auf jeden Fall war ich also mein Leistungsdruck im Studium selbst gemacht.
00:07:01: Wo ging dann der Leistungs druck in meinen Agenturen?
00:07:06: Von außen kamen.
00:07:07: Also da ging es hauptsächlich darum Geld zu machen und halt quasi New Business Ideen und Kunden an Land zu ziehen.
00:07:17: Und das macht natürlich ein bisschen Druck, wenn man nach Zahlen gemessen wird.
00:07:22: Das finde ich das allerschwierigste im Berufsleben.
00:07:25: Ja voll!
00:07:25: Das kann ich voll verstehen.
00:07:27: also gab es da auch
00:07:28: Phasen
00:07:29: wo sie richtig an ihre Grenzen gekommen sind?
00:07:33: Also hier auf jeden Fall im Berufsleben immer dann, wenn ich mich alleine gelassen gefühlt habe.
00:07:39: Wenn das Team die Dinge abfedern konnte, ich hatte immer tolle Teams aber da nicht durchgängig.
00:07:47: Ich war ja in drei Agenturen und ich hatte in zwei Agenturen Personalverantwortung.
00:07:55: Da war es dann leichter, weil ich halt quasi in einem Team agieren konnte.
00:08:00: Und wenn man das gemeinsam trägt ist das irgendwie viel, viel leichter als wenn man alles alleine tragen muss.
00:08:07: und beim Alleinetragen fand ich's halt deutlich schwieriger den Stress abzubauen, als es halt im Team möglich war.
00:08:16: Das kennen wir von unserem Projekt ja jetzt natürlich auch ziemlich gut.
00:08:24: Ja also wie Können Sie uns irgendwelche Tipps geben, wie sind sie da mit dem Stress und Leistungsdruck umgegangen?
00:08:31: Also der Stress muss natürlich ein Ventil haben, also so viel steht fest und das Ventil kann aber, das denke ich mal als besündlichkeitsabhängig.
00:08:40: Das kann ganz unterschiedlich quasi funktionieren.
00:08:44: Wir haben damals sehr viele schöne Sachen im Team gemacht, wir haben quasi positive Erlebnisse gemacht gehabt.
00:08:51: Wir sind zum Samen Skifahren gegangen übers Wochenende, war gar nicht als Teambuilding-Events gedacht Weil wir gemeinsam gelitten haben, wir hatten ja mal den Spruch meiner letzten Agentur.
00:09:05: Wir rudern auf der Galerie.
00:09:07: so haben wir uns halt gefühlt und die Peitschenschläge waren Taten halt weh.
00:09:11: Und dann haben wir halt quasi kompensiert indem wir entweder lecker essen gegangen sind ins Kino oder so.
00:09:19: Ich habe sonst privat.
00:09:21: für mich kann ich eigentlich nur kompensen über zwei Sachen über Sport und über Allein sein.
00:09:29: Interessant!
00:09:30: Ein sehr guter Tipp vielleicht auch für alle, die das jetzt gerade hören.
00:09:35: Ja klingt entschleunigen!
00:09:38: Also Sport ist erstmal ganz wichtig alleine für sozusagen das Cortisol abgebaut werden muss.
00:09:44: Das weiß man ja heute.
00:09:46: als ich jung war hat man es nicht gewusst aber man hat intuitiv sich doch... bewegt.
00:09:51: Auch wenn es damals noch gar nicht so was gab, also es gab eben noch keine Fitnessstudios als ich jung war.
00:09:57: Es ist niemand in ein Fitnessstudio gegangen und ich habe ja aber damals auch schon geschwommen.
00:10:03: Sie haben mir ganz am Anfang gesagt Ich bin leidenschaftliche Schwimmerin.
00:10:06: Ja seit ich Schwimmverein Leistung schwimmen gemacht habe hat das Schwimmen nie aufgehört und Schwimmen kann man natürlich überall und das hilft halt auch weil es eine sehr routinierte Technik ist und man eben in dieser Routine abschalten kann.
00:10:25: Was bedeutet für Sie persönlich denn die Work-Live Balance jetzt, wo wir schon beim Thema Stress abbauen sind?
00:10:33: Also Work-Life Balance finde ich leider ein sehr überstrapazierter Begriff heutzutage weil Work-life Balance ist eigentlich wichtig, weil es wird ja niemand freiwillig im Burnout landen.
00:10:45: Die Frage ist halt eher wie gestalte ich sozusagen die Balance zwischen Arbeitsleben und privat leben.
00:10:52: Und ich glaube, man muss auch so ein bisschen unterscheiden was ist mein Job?
00:10:59: Ich habe in den ersten Agenturen Frankfurt.
00:11:03: da war mir ein sehr junges Team.
00:11:05: Da gab es keine Work-Live-Bells.
00:11:06: Es gab nur Work und Work war aber auch live.
00:11:11: Wir haben von zehn bis zehn gearbeitet und zwar waren immer alle da.
00:11:15: wir haben uns gegenseitig geholfen das war eine Familie Und ich wollte das Leben aber auch.
00:11:22: Später, je älter ich geworden bin und dann kam natürlich durch die Medien, dass Work-Life Bands wichtig ist und so, da fängt man halt irgendwann an.
00:11:32: Ich war ja auch einige Zeit selbstständig oder viele Jahre selbstständisch.
00:11:38: In der Selbständigkeit kann man natürlich entscheiden wie viel arbeite ich?
00:11:42: Wie viel lebe ich?
00:11:47: Ich denke mal, man muss das tatsächlich so sehen.
00:11:51: Alles hat seine Zeit.
00:11:52: Also Arbeit sollte auch seine Zeit haben weil ich finde Arbeit ist erfüllend, Arbeit ist wichtig und für mich gehört Arbeit zum Leben dazu.
00:12:02: also ich kann mir jetzt nicht vorstellen Doch ich kann mir verstellen, wenn ich habe ja jetzt bald vierzig Jahre voll.
00:12:09: Dann kann ich mir schon vorstellen dass es gut ist und was heißt wohl nicht, als ich höre dann sicherlich auf Geld zu verdienen, aber nicht aufzuarbeiten.
00:12:19: also mein Kopf wird sicherlich nie Ruhe geben einfach so.
00:12:22: Aber wie gesagt dieses hat halt alles seine Zeit zum arbeiten und Zeit zum Leben
00:12:30: auch weil sie gesagt haben das ist einfacher oft verschwimmt.
00:12:34: Gefällt Ihnen das jetzt auch noch?
00:12:37: Oder brauchen Sie wirklich ... Also wollen sie Work und Life klar trennen.
00:12:43: Nein, ich kann das nicht trennen!
00:12:46: Für mich ist das identisch.
00:12:48: Die Themen, mit denen ich mich beschäftige hier an der FH sind ja meine leidenschaftlichen Lebensthemen.
00:12:55: also da würde ich mich ja amputieren wenn ich sage nein jetzt interessiert mich das nicht mehr als ich habe ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert und ich persönlich hab auch immer ganz viel Wert auf intellektuelle Fähigkeiten gelegt und ich besitze ja über sechshundert Bücher.
00:13:14: Und ich habe eigentlich immer was zu lesen, und ich möchte bin noch nach wie vor so.
00:13:19: wie gesagt Kunst ist halt die absolut Konstanteste Größe in meinem Leben.
00:13:26: Und ich plan ja gerade mein Heise nach Venedig zum Bienal, das darf ich natürlich nicht verpassen.
00:13:31: Aber im jeden Fall ist das immer irgendwo präsent und ich würde jetzt nie abends sagen so jetzt lese ich nicht mehr.
00:13:39: Weil jetzt habe ich Ruhe, jetzt muss ich nicht arbeiten weil in die meiste Zeit hier in diesem Job als Wissenschaftlinie Mitarbeiterin besteht was lesen.
00:13:50: Ja dann haben Sie wirklich etwas für sich gefunden?
00:13:53: Das stimmt.
00:13:54: Ja, auf jeden Fall!
00:13:55: Also ich habe auf jeden fall den Ort gefunden an dem ich mich entfalten kann.
00:14:00: das ist halt wirklich schöner Arbeitsblatt ist, den ich ja auch weitestgehend selbst gestalten kann.
00:14:06: Sie wissen selber wie viel Macht in Anführungszeichen man als Lektorin oder als Betreuerin von Arbeiten hat.
00:14:14: also und man hat sehr viel Freiraum und der freiraum bedeutet dann noch dass man... die Verschmelzung halt auf der Hand liegt.
00:14:24: Also ich bin mir sicher, ich habe Arbeitskollegen, die das komplett anders sehen aber es ist ja auch... wir haben ja auch im Kollegium ein bisschen so Age-Gaps möchte ich das mal sagen.
00:14:36: also aus meiner Riege sind nicht mehr so viele da und dann sind die nächsten zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre Altersunterschieden das sind schon wieder ganz andere Lebenseinstellungen möchte ich das mal
00:14:52: nennen?
00:14:54: Die Sonderabwechslung.
00:14:56: Auf jeden Fall.
00:14:57: Das überträgt sich ja automatisch auf die Studenten dann auch diese Freiheit, die die Lektoren eben für die Lehranstaltungen haben.
00:15:06: Ist das so!
00:15:07: Ich hoffe sehr gut, einmal Bestätigung für das Thema bekommen.
00:15:13: Ja jetzt kommen wir zur nächsten Frage Was würden Sie jetzt sagen, was bedeutet Karriere für Sie persönlich?
00:15:23: Die Frage ist auch wieder sehr, sehr spannend.
00:15:26: Also Karrieren für mich persönlich... hat eigentlich immer bedeutet, dass ich halt diesen Freihraum haben kann und das ich den Freihauen haben kann um mich selber weiterzuentwickeln in den Themen die mir gefallen.
00:15:40: Ich habe noch nie keinem Zeitpunkt, ich hab ja auch keinen Auto, ich habe auch keine Ermesse oder Pratertasche, ich bin noch nie Wert auf Statustymbole gelegt und das macht es natürlich viel einfacher wenn man jetzt außen nichts erreichen muss.
00:15:56: also ich muss kein Dienstwagen fahren Und ich muss jetzt kein eigenes Büro haben.
00:16:02: Also, ich habe jetzt zum ersten Mal hier in der FH ein eigenes Büro, wo ich sehr froh und dankbar drüber bin.
00:16:09: aber das war halt noch nie sonst ein Thema und deshalb gibt es ja Leute die wollen dann sagt ihr immer Fensterbüro also das sind so fixe Begriffe aus den USA und dann eben einen Dienstauto ist auch ein Statussymbol.
00:16:28: Ja, also das war mir nie wichtig.
00:16:30: Mir war immer wichtig dass ich mich entfalten kann.
00:16:34: Okay sehr schön!
00:16:37: Ich hätte noch eine Frage was würden Sie sagen sind so wichtige Eigenschaften oder Soft Skills oder generell Skills die einem weiterbringen im Leben bzw in seinem Berufsleben?
00:16:52: Also ich habe mir immer sehr viele Gedanken darüber gemacht was ich eigentlich machen möchte.
00:16:58: Es ist immer anders gekommen, als ich gedacht habe dass es gehört irgendwie so zum Leben dazu.
00:17:04: also der Plan war dann sah schon manchmal anders aus aber am Ende bin ich jetzt eigentlich schon sehr zufrieden mit meinem Berufsleben in meinen Erfolgen und ich glaube die wichtigsten Skills sind tatsächlich flexibel zu bleiben Chancen zu erkennen sehr viel Durchhalte vermögen.
00:17:26: Also wenn ich sagen muss, was meine stärkste Kraft ist dann ist es eigentlich Dinge die passieren nicht persönlich zu nehmen.
00:17:37: Es passieren ja oft einfach Aktionen oder irgendwelche Entscheidungen die eventuell halt mir nicht gefallen und dann habe ich ja die Möglichkeit gekränkt zu sein daraus was zu machen.
00:17:53: Und ich habe mich immer dazu entschieden, daraus etwas zu machen und glaube diese Frustration Toleranz oder halt tatsächlich also wirklich tatsächlich durchzuhalten.
00:18:06: Ich bin ja eigentlich am stolzen wenn ich das mal so sagen darf dass ich ja mit fifty vier Jahren nochmal in die Niederlande gegangen bin zum Studieren und mir sozusagen das noch mal angetan habe in Handführungszeichen.
00:18:21: Und da hab ich wirklich auch ein paar Mal da gesessen, hab gedacht, warum musste das jetzt sein?
00:18:26: Weil es war eine wahnsinnig hohe Schlagzahl die von den Studenten verlangt wurde.
00:18:34: Es war eine tolle spannende Zeit.
00:18:35: aber dann musste ich mir ganz oft abends aufschreiben, warum mich das eigentlich mache damit ich durchhalten kann.
00:18:42: also das warum mach' ich das eigentlich?
00:18:45: Das muss immer klar sein.
00:18:47: So, immer ein Ziel im Kopf, immer einen Ausblick?
00:18:51: Ja und warum?
00:18:52: Warum mache ich das jetzt?
00:18:54: Also es kann nicht sein... Ich mach' das jetzt vielleicht gerade Geld verdiene.
00:18:57: Es kann sein ich mach', dass ich dann in Zukunft vielleicht besser dastehe.
00:19:01: Es können sein, dass mich dadurch neue Kontakte entstehen oder so.
00:19:07: Also auch immer positiv bleiben und auch immer die positiven Seiten vom Leben sind.
00:19:11: Das ist auch wichtig!
00:19:13: Das
00:19:13: ist auf jeden Fall wichtig, aber das soll jetzt nicht heißen.
00:19:16: Wenn ich positiv bin dann wird schon alles gut sein.
00:19:20: Ich finde es wichtig zu reflektieren wo stehe ich und was könnte der nächste Schritt sein?
00:19:26: Und halt durchzuhalten.
00:19:27: also das ist ich glaube nicht dass wir einfache Zeiten bekommen werden und das Durchhalten ist glaube ich das allerwichtigste weil es ist seit alles eine Zeit im Leben und dann kommt auch sozusagen die zeit die ihre blühte Zeit kommt irgendwann.
00:19:44: Ja, hoffentlich!
00:19:46: Ganz sicher.
00:19:47: Welche Fehler machen denn Ihre Mann noch viele Berufseinsteiger beim Schließt?
00:19:52: doch recht schön jetzt an?
00:19:56: Wir hatten ja vorhin am Gang mal kurz gesprochen über Jobs, die man machen muss, die keiner machen möchte.
00:20:02: also in meiner Zeit.
00:20:04: ich bin ja eine Offiziersfamilie groß geworden.
00:20:08: mein Vater war Nicht streng, das kann man so nicht sagen.
00:20:11: Aber wir werden sehr fokussiert und er hat auch solche Sprüche gesagt wie Lehrjahre sind keine Herren jahre.
00:20:18: Das ist ein bisschen verloren gegangen glaube ich weil dass Ich finde im Berufseinstieg hat schon was damit zu tun Dass man zunächst mal das kleinste Glied in der Kette ist Weil alle anderen die am Ort die vor Ort sind haben halt schon Berufserfahrung Und ich habe sie in dem Moment noch nicht und dieses lernen wollen und vor allen Dingen Es klingt halt so Devot, wenn ich sage dankbar sein für das was man lernen kann.
00:20:45: Aber das finde ich zum Beispiel ganz ganz wichtig also dass sich halt lernen kann von anderen Menschen und dass mir jemand zeigt wie es gut funktioniert.
00:20:54: Also ich würde auch da sagen, dass man wirklich immer schaut, dass Vielleicht nicht zu viel fordert, man soll schon für sich einstehen.
00:21:07: Also glaube da ist noch eine viel wichtigere Balance in der Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnemung dass das in Einklang kommt.
00:21:14: ja was kann ich eigentlich?
00:21:16: Und wo bin ich eigentlich gut drin?
00:21:17: und das muss man verkaufen!
00:21:20: Man ist nie in allem gleich gut es gibt es nicht.
00:21:25: Aber dann halt auch wirklich Humble bleiben und uns halt auch seine eigenen Natürlich seine eigenen Werte wissen, aber auch dankbar für neue Erfahrungen.
00:21:36: Neue Erkenntnisse sein müssen.
00:21:38: Ja schön zusammengefasst das haben wir bleiben gefällt mir.
00:21:45: Würden Sie sagen sie waren immer so oder wann?
00:21:48: Wann haben Sie das gelernt?
00:21:50: So diese Erfahrung die sich da jetzt mit uns teilen.
00:21:55: Wann ist Ihnen das so wirklich klar geworden?
00:22:00: Mir ist ja sehr viel klar gewonnen in den Niederlanden, weil hier hat er zuwitzlich noch Corona kam.
00:22:05: Ich habe ihn aus richtigem Jahr erwischt!
00:22:07: Und da hatte ich ja doch einige Zeit mehr, um mir Gedanken zu machen und das ist mir schon klar geworden.
00:22:14: Ich bin sicher schon immer so gewesen.
00:22:16: also Freiheit war mir schon immer sehr wichtig.
00:22:18: Ich war noch nie angepasst.
00:22:21: Ich wollte immer meinen eigenen Weg gehen sollte man sehr abwechslungsreich sein.
00:22:26: aber ich war auch immer bereit den Preis dafür zu bezahlen und alles hat seinen Preis dass es auch eine Erkenntnis im Leben.
00:22:34: Und deshalb kann ich jetzt einfach sagen, ich glaube, ich war schon immer so.
00:22:38: Ich habe schon einen Werdegang genauso wie das meinem Naturell entspricht mit vielen Abzweigungen und Glücksfällen in Anführungszeichen weil man dann jemanden getroffen hat der eine Tür geöffnet hat usw.
00:22:54: Also würden Sie sagen Authentizität ist natürlich auch noch ein Faktor der ganz viel beiträgt?
00:23:00: Absolut.
00:23:02: Und was würden Sie, weil sie mir gesagt haben in Niederlande schon etwas später.
00:23:08: Was würden Sie im Zweiundzwanzigjährigen ich raten?
00:23:11: Also damit das auch auf uns... Wir sind ja genau unser Alter jetzt.
00:23:18: Also wenn ich zurückschaue, ich meine, ich kann meinem Ich im Moment nur sagen so ein geiles Leben macht es nochmal.
00:23:27: Also nichts ändern.
00:23:29: Das würde ich meinen.
00:23:30: aber Jetzt Ihren Zweiundzwanzigjährigen, ich würde sagen wirklich malen Sie sich die Zukunft strahlend aus und gehen sie einfach ihren Weg.
00:23:42: Wirklich das große Warum finden?
00:23:44: Warum machen Sie etwas?
00:23:45: Warum wollen Sie etwas machen?
00:23:47: Und dann öffnen sich schon die richtigen Türen.
00:23:52: Also auch jede Erfahrung mitnehmen, die sich einem anbietet.
00:23:57: Ich war so.
00:23:58: Ich habe das mal irgendwo gelesen, wahrscheinlich habe ich ein Schmetterlingsleben aber ich hab einen roten Faden und der rote Faden ist die Kunst.
00:24:07: Also es am Ende dreht sich immer alles um die Kunst oder ich mache es so dass es sich um die kunst dreht.
00:24:13: Das ist schön.
00:24:14: Ja, das
00:24:14: ist sehr schön.
00:24:16: Ein netter Rückhalt.
00:24:19: Auf jeden Fall!
00:24:20: Gebt mir auch viel Kraft Und ich kann noch nur ganz gut sehen.
00:24:24: Ich habe das auch schon für mich erkundet, was ist das eigentlich?
00:24:26: Und für mich ist es diese schöpferische Energie!
00:24:30: Ich mag nicht alle Kunst, aber als Kunsthistoriker habe ich gelernt, alle Kunst zu respektieren und auf jeden Fall mag ich aber diese...ich mag die Schöpferkraft des gestalterischen, diese Vibes, die von Kunst in einem Kunstraum ausgehen.
00:24:44: also ich genieße diese Energie.
00:24:48: Ja lustig, wir haben einen Wochenende mit einem Freund genau über das Thema geredet.
00:24:54: Nämlich dieses, also es war so eine klassische Sinn des Lebensgesprächs und da sind wir eben auch genau auf den Punkt gekommen, dass Kunst in aller, in jeglicher Form eigentlich der Treiber von vielen oder eigentlich generelle Treiber vom Menschen ist, je nachdem wie man dann Kunst schafft, ob es jetzt Im Modus, also Runways auf jeden Fall, Form von Kunst oder ob es jetzt Musik ist oder Literatur als möglich.
00:25:29: Also wirklich dass das eigentlich für viele Menschen glaube ich das Leben wirklich lebenswert macht.
00:25:37: Das ist auch gut so weil das ist eigentlich unsere Hauptenergie des Schöpfersche die eigene Schöpferkraft.
00:25:42: Und das ist, wir haben so viel Gestaltungspotenzial und leider wird es immer weniger ausgelebt.
00:25:49: Und deswegen kann einem gerade Kreativität kreative Handlungen, künstlerische Schaffensprozesse, das kann einem halt ganz, ganz viel Energie zurückgeben.
00:25:58: Und da findet sich im Marketing dann auch sehr viel
00:26:02: wieder?
00:26:02: Auf jeden Fall!
00:26:03: Also Marketing... Je künstlärischer Marketing ist, desto erfolgreicher ist es wahrscheinlich
00:26:08: Wie zum Beispiel des Egon Schiele Plakate, was haben wir da?
00:26:17: Was sind die Markkommunikationen?
00:26:19: Integrierte Markkollektion.
00:26:21: Das war eine sehr schöne Kampagne vom Tourismusverband in Wien.
00:26:26: Falls das jemanden interessiert, gerne nachschauen oder bei uns studieren anfangen
00:26:32: Beides Ja,
00:26:34: am besten!
00:26:35: Also jetzt zum Abschluss... Wir kommen dann langsam zum Schluss und möchten wie jetzt noch fangen.
00:26:41: Was möchten Sie unseren Studierenden mitgeben, die kurz vor dem Berufseinstieg sind oder generell im Studium?
00:26:48: Haben sie da noch irgendwas was uns mitgehen wollen?
00:26:52: Sich auf die eigenen Stärken konzentrieren.
00:26:54: Das klingt immer so ein bisschen.
00:26:55: das ist wie eine Frage weil das so oft Aber am Ende kommt es darauf an, wo man nicht wirklich gut.
00:27:02: und jeder Mensch ist ein Individuum.
00:27:05: Jeder Mensch hat etwas was er besonders gut kann und sich darauf konzentrieren.
00:27:09: und wenn das heute tatsächlich strategisch denken ist oder operativ denken im Marketing, daraus kann man was machen.
00:27:17: Und sofern man seine eigene Stärken halt auch kennt Das ist natürlich auch noch ganz wichtig.
00:27:22: Aber
00:27:22: ich glaube, Sie haben jetzt im Studium schon Gelegenheiten gehabt und insbesondere im Projektjahr sehr viel Gelegenheit gehabt ihre eigenen Stärken zu finden.
00:27:31: also ein bisschen das Licht hat dann auch in Ihrer Hand ob sie es schaffen oder nicht?
00:27:35: Selbstverständlich ja.
00:27:37: Ich finde im ProjektJahr habe ich eigentlich auch richtig herausgefunden was liegt mir, was liegt mich nicht so.
00:27:42: Also dass ist auch eine tolle Möglichkeit was uns die Gefahr da
00:27:46: bietet.
00:27:47: Man merkt auch Was sind diese Arbeiten, die bekanntlich weniger Spaß machen?
00:27:53: Und was sind die, die dann wirklich Spaß machen, wo halt meistens auch die Stärken liegen.
00:27:58: Genau!
00:27:59: Und man sagt nicht umsonst dass das, was einem wirklich Spaß macht, dass da auch quasi am leichtsten von der Hand geht... Und deshalb da sind dann tatsächlich ihre Stärken.
00:28:10: Also ich habe ja eigentlich meine Jobs selber kreiert im weitesten Sinne des Wortes, als ich mich in den Jahr zwei Tausenden und vier selbstständig gemacht habe.
00:28:19: Habe ich ja meinen eigenen Job, mein eigenes Job Profil kreieren und diesen Job gab es ja so gar nicht.
00:28:26: Und deshalb eben weil ich wusste das kann ich am allerbesten.
00:28:32: Ja, das ist das glaube ich das wünscht Sie?
00:28:34: jeder im gewissen Hinsicht.
00:28:37: Also das ist auch ein Luxus, das irgendwie zu schaffen.
00:28:42: Ja also ihr kennt in dieser Schlussau sage ganz viel eben von die vorigen Sachen genannt worden sind, sei es Reflexion zum Beispiel, dass da sehr viel zusammenfließt
00:28:56: um
00:28:58: dann wirklich erfolgreich in den Berufsalltag einsteigen zu können und wirklich sehr Leidenschaft auch da auszuüben.
00:29:06: Dankeschön!
00:29:07: Ja,
00:29:08: also man soll auch authentisch bleiben und immer sich selbst freuebleiben und einfach durchhalten und positiv bleiben.
00:29:15: Das ziehe ich auch raus oder?
00:29:17: Auf jeden Fall.
00:29:17: und das letzte Wort hier Leidenschaft.
00:29:19: Also leidenschaft verkauft sich immer gut egal ob sie im Marketing-Leidenschaft zeigen oder eben in viel ihren Jobleidenschaft entwickeln weil ich glaube dass das ein sehr sehr gutes Verkaufsargument
00:29:32: ist.
00:29:33: Auch eine Form der menschlichen Kunst.
00:29:36: Und auch die Geisterung
00:29:38: für Tesla.
00:29:41: Ja, dann vielen, vielen Dank dass Sie heute bei uns waren!
00:29:45: Wir freuen uns riesig darüber und dann wünsche ich Ihnen heute noch einen schönen
00:29:49: Tag.
00:29:50: Danke schön
00:29:51: Ich danke auch, es war ein großer Freude Vielen Dank.